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SAE

Durch die nun entstandene Möglichkeit, Öle für bestimmte Temperatureinsätze zu fertigen, hat die SAE (Abkürzung für Society of Automotive Engineers, eine Vereinigung in den USA) SAE-Klassen festgelegt. Diese sind inzwischen in den meisten Ländern der Welt für die Einstufung von Motorenölen und Kraftfahrzeug–Getriebeölen eingeführt. Es entspricht dem Sinn dieser Klassifikation, dass sie nur eine Einstufung der Viskosität vornimmt. Angaben über die Qualität der Öle, ihre Einsatzgebiete und Ihre Zusätze kann die Einteilung nicht geben. In Deutschland sind die SAE–Viskositätsklassen nach DIN 51 511 (Motorenöle) und DIN 51 512 (Getriebeöle) festgelegt.
Hierin sind festgelegt:
Temperaturen für die Viskositätsmessungen, Viskositätsgrenzwerte und Klassenzuordnung.
Die Viskosität wird bei einer Temperatur von 100°C bei Motoren- und Getriebeölengemessen. Im Motorenölbereich ist dies jedoch
nicht praxisnahe. Deshalb wird in Deutschland die Temperatur zusätzlich bei 150°C gemessen.
Öle, für die die Viskositätsgrenzwerte im kalten Zustand festgelegt sind, haben zusätzlich den Wert “W“ ( Winter ). z.B. SAE 0W-30.

Gängige Viskositätsklassen sind z.B.:

SAE J300 – Motorenöle:

Einbereichsmotorenöle

Bei Einbereichsölen wird der VI nur bei 100 °C gemessen. Je nach Saison bzw. Klimazone, muss ein Ölwechsel vorgenommen werden, um eine ausreichende Schmierung des Motors zu gewährleisten. Die Klasse gibt eine Zahl vor, die bei Winterölen die tiefstmögliche Einsatztemperatur und bei Sommerölen die höchstmögliche Einsatztemperatur anzeigt. Winteröle erhalten zusätzlich noch das „W“ als Kennung für ein Winteröl.

Viskositätsklasse       Anwendungsbereich                          Anwendung bei ca.

bezogen auf Klimazone bzw. Jahreszeit Außentemperatur
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SAE 0W-5W Winteröl für nordische Länder unterhalb -30 °C
SAE 10W Winteröl 0 bis -20 °C
SAE 15W Winteröl -15 bis +20 °C
SAE 20W-20 Winter- Sommeröl, je nach Klimazone -10 bis +20 °C
SAE 25W Winteröl in klimatisch milden Zonen 0 bis +30 °C
SAE 30 Sommeröl bis +30 °C
SAE 40 Sommeröl, für südliche Länder +15 bis +40 C°
SAE 50 Sommeröl für tropische Länder oberhalb 40 °C


Mehrbereichsmotorenöle
Bei Mehrbereichsölen werden 2 Viskositätsklassen angegeben, die durch das „W“ getrennt werden. Die Zahl vor „W“ (Winterzahl) gibt daher wie beim Einbe-reichsöl die Klasse für die tiefstmöglichen Einsatztemperatur des Öls an. Die Zahl nach dem „W“, die Sommerzahl und gibt die höchstmögliche Einsatztemperatur an. Der VI eines Mehrbereichöles wird bei 40°C und 100°C gemessen.

Viskositätsklasse       Anwendungsbereich                         Anwendung bei ca.

bezogen auf Klimazone bzw. Jahreszeit Außentemperatur
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SAE 0W-30 Ganzjahresöl unterhalb -30 bis +30°C
SAE 0W-40 Ganzjahresöl unterhalb -30 bis +40°C
SAE 5W-30 Ganzjahresöl unterhalb -20 bis +40°C
SAE 5W-40 Ganzjahresöl unterhalb -20 bis +40°C
SAE 5W-50 Ganzjahresöl unterhalb -20 bis +50°C
SAE 10W-30 Ganzjahresöl -20 bis +20 C°
SAE 10W-40 Ganzjahresöl -20 bis +40 C°
SAE 10W-50 Ganzjahresöl -20 bis +50 C°
SAE 15W-40 Ganzjahresöl -20 bis +50 C°
SAE 20W-50 Ganzjahresöl -10 bis +40 C°


Kfz – Getriebeöle:

Einbereichsgetriebeöle

Viskositätsklasse    Anwendungsbereich bezogen auf

Klimazone bzw. Jahreszeit
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SAE 70W Sonderöl für nordische Länder
SAE 75W Winteröl
SAE 80W Winteröl
SAE 90W Sommeröl
SAE 140W Sommeröl für spezielle Einsätze


Mehrbereichsgetriebeöle
Viskositätsklasse    Anwendungsbereich bezogen auf

Klimazone bzw. Jahreszeit
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SAE 75W-90 Ganzjahresöl
SAE 80W-90 Ganzjahresöl
SAE 85W-140 Ganzjahresöl / Sommeröl


Anmerkung
Bei Kfz–Getriebeölen wird die Auswahl der SAE–Klasse seltener nach der Klimazone bzw.
Außentemperatur getroffen, sondern nach der Getriebeart, z.B. Schaltgetriebe,
Antriebsachse, Außenplanetenachse usw.
Deswegen ist die Herstellervorschrift verbindlich einzuhalten.



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